Der Fahrerzug 

Nach der RS Woche 4 hatte ich leider keine Zeit, um einen Blogbeitrag zu schreiben, deswegen kommen jetzt RS Woche 4 und 5 gleich zusammen. 

Die 4. RS Woche habe ich bei meinem ursprünglichen Zug verbracht. Grundsätzlich lief alles wie bisher. Die Erwartungen an die Rekruten sind natürlich gestiegen und der Welpenschutz läuft langsam aber sicher aus. Wir erwarten jetzt schon, dass die grundlegenden Umgangsformen sitzen. Wir sehen auch den Fortschritt, welchen die Rekruten machen, was ich erfreulich finde. 

In der 5. RS Woche durfte ich den Fahrerzug ausbilden. Das sind Rekruten von allen möglichen Zügen, die in den ersten Wochen vor allem mit der Fahrerausbildung beschäftigt waren. Sie waren entsprechend noch nie auf dem Schiessplatz und ihnen fehlen auch andere Grundlagen. Um dies nachzuholen wurden ein Leutnant und zwei Wachtmeister mit dieser Aufgabe betraut. Da wir in unserem Zug ziemlich viele Wachtmeister sind, wurde jemand von uns abkommandiert. Ich habe mich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet. 

Die Woche war zwar kurz, aber sehr intensiv. Wenn man nur zu zweit ist, um die Rekruten auszubilden, ist das wirklich sehr anstrengend und die Zeit für die Vorbereitung ist sehr knapp. Aber es hat Spass gemacht. Die Rekruten haben gut mitgemacht. Speziell war sicherlich der erste Tag auf dem Schiessplatz. Die Rekruten hatten ziemlichen Respekt vor der Waffe und der Aufgabe. Ich finde es gut, dass die jungen Leute nicht sorglos damit umgehen, sondern sich bewusst sind, dass es gefährlich werden kann, wenn man nicht aufpasst. Auch für mich war es speziell, denn ich bin mir den Umgang mit Waffen gewohnt, aber mit Anfängern stand ich zuletzt auf dem Schiessplatz als ich selbst Anfängerin war. Ich habe dann versucht das Ganze ruhig anzugehen und den Rekruten ein wenig die Angst zu nehmen, indem wir zuerst noch einmal über die Sicherheitsgrundsätze gesprochen haben. Wir haben zu Beginn auch langsam gemacht und sind schön Schritt für Schritt vorgegangen. Je länger der Tag gedauert hat, desto vertrauter waren sie mit der Waffe und desto einfacher ging es auch. Und auch wenn der Tag aufgrund der Hitze sehr anstrengend war, haben die Rekruten, glaube ich, doch auch Spass gehabt. Von einem Rekruten habe ich zwei Tage später sogar ein Kompliment erhalten, dass er es super gefunden hatte, wie ich es gemacht habe am ersten Schiesstag. Er sei doch ziemlich nervös gewesen, aber ich hätte sie alle gut beruhigt und es habe sehr gut funktioniert. Das hat mich natürlich besonders gefreut :)

Und auch sonst war die Woche ziemlich kurzweilig. Wir hatten noch Zwangsmittelunterricht und dann noch einmal einen Schiessvormittag. Am Ende bin ich nun aber froh, dass endlich Wochenende ist und ich mich ein wenig erholen kann. Nächste Woche stehen dann noch einmal zwei Tage mit den Fahrern an, bevor ich dann zurück zu meinem Zug kann, worauf ich mich sehr freue :)

Wachtmeister Vögeli freut sich jetzt darauf den Geburtstag ihrer besten Freundin nachzufeiern.