Die Inspektionen

RS Woche 3 war in vielerlei Hinsicht intensiv. Auf vielen Ebenen standen diese Woche Beurteilungen auf dem Programm, was sehr anstrengend ist, aber wir haben alles gut überstanden und vor allem bestanden. 

Am Montag war ich nicht beim Zug, sondern musste mich in Sumiswald einer persönlichen Beurteilung stellen, welche ich so weit bestanden habe :)

Am Dienstag war der Zug beim Schiessen und weil die Zugführerin und einige Wachtmeister bereits früher auf den Schiessplatz gingen, hatte ich die Ehre Flügelmann rechts zu sein, was bedeutet, dass ich dem Hauptfeldweibel den Bestand melden musste. Das ist jetzt nicht weltbewegend, aber es ist immer gut einmal eine neue Rolle einzunehmen. Am frühen Abend habe ich dann mit ein paar Rekruten Sport gemacht, weil sie nicht allein auf den Vita-Parcours dürfen. Dass der 20-jährige NLB-Unihockeyspieler etwas schneller rennt als ich, war klar, aber es tat dennoch gut, wieder einmal etwas zu joggen.
 

In dieser Woche standen auch noch Inspektionen auf dem Programm. Einerseits mussten wir unsere Inspektion von der Vorwoche nachholen, andererseits wurde auch der Dienstbetrieb inspiziert. Die Inspektion des Dienstbestriebs betraf vor allem den Hauptfeldweibel, aber wir hatten natürlich unseren Beitrag zu leisten, indem wir sicherstellten, dass unsere Zimmerordnung perfekt ist und die Kaserne auch ansonsten in top Zustand ist. Offensichtlich haben wir das gut gemacht und der Feldi war zufrieden, was mich für ihn sehr freut. 

Die Inspektion unseres Zuges ging ebenfalls gut. Der Kompaniekommandant war sehr zufrieden mit dem Fortschritt unserer Rekruten. Es war ein bisschen ein Krampf, aber wir sind alle erleichtert, dass wir dieses Mal erfüllt haben. 

Ansonsten war die Woche ziemlich normal mit diversen Ausbildungen. Wir lernen die Rekruten immer besser kennen und man sieht auch den Fortschritt, welchen sie machen. Es gibt, wie immer in solchen Konstellationen, solche die mit gutem Beispiel voran gehen und solche, welche ein bisschen mehr Motivation von ihren Kameraden brauchen. Aber alles in allem kommt es glaube ich gut :)

Nächste Woche steht der erste kurze Marsch auf dem Programm. Es sind nur 5 Kilometer und ich werde eine Gruppe anführen dürfen. Ich bin gespannt, wie es gehen wird, weil die Rekruten sind sich das Gewicht von Kampfrucksack, Grundtrageeinheit und Gewehr über eine längere Strecke zu tragen noch nicht gewohnt. Aber das wird sicherlich eine gute Erfahrung. 

Wm Vögeli freut sich aber jetzt erst einmal auf etwas Entspannung mit einem guten Buch auf dem Sofa.