RS Woche 2

 

Und da waren es nur noch 16 Wochen. So schnell gehen 2 Wochen wobei. Ich bin allerdings nicht ganz sicher, ob die Rekruten dies auch so sehen, aber ich hoffe schon :)
 

Diese Woche war wieder sehr abwechslungs- und ereignisreich. Die Rekruten und wir haben viel gelernt. Das Ganze spielt sich immer wie besser ein und inzwischen kenne ich auch fast alle Namen der Rekruten. 

Ich finde es spannend zu sehen, wie der Zug langsam aber sicher zu einer Einheit zusammenwächst. Als wir diese Woche gelernt haben, wie man Fahrzeuge tarnt, konnte man wirklich sehen, wie die Rekruten zusammenarbeiten, sich gegenseitig helfen und Ideen teilen. Die Rekruten haben sich inzwischen an die Umgangsformen gewöhnt und auch der Rhythmus ist drin. Es gibt natürlich Posten, bei welchen sie ein bisschen motivierter sind und solche bei denen sie etwas mehr Mühe haben, aber das gehört dazu. 

Das Programm war auch diese Woche intensiv. Es stand der erste Schiesstag auf dem Programm. Einige waren vor diesem Ereignis etwas nervös, aber wie ich gehört habe, ging es ganz gut. Ausserdem hatten wir eine Inspektion, die wir noch einmal wiederholen müssen. Aber ich bin überzeugt, beim nächsten Mal werden wir gut abschneiden. 

Für das Nachholen der Inspektion haben wir daher am Freitag Zugschule gehabt und da kam mir einer meiner Beiträge von der Ausbildung in Stans in den Sinn. Dort hatte ich geschrieben, dass ich weit hinten stehe und daher einfach hinterherlaufen kann. Da am Freitag ziemlich viele Wachtmeister abwesend waren, stand ich bei der Viererkolonne plötzlich im ersten Glied und musste mit gutem Beispiel voran gehen. Links und rechts zu unterscheiden, gehört dabei natürlich auch dazu :)

Was auch gut funktioniert ist die Zusammenarbeit zwischen den Wachtmeistern der verschiedenen Züge. So hatte ich eine Theorielektion über Sanitätsdienst und einer meiner Kameraden aus einem anderen Zug wollte die gleiche Lektion quasi zeitgleich im gleichen Raum machen. So haben wir spontan beschlossen, dass wir die beiden Züge gleich zusammennehmen und ich gleich beide Gruppen unterrichte. Auch die andere Gruppe hat sehr gut mitgemacht und es scheint sie nicht gestört zu haben, von jemand Neuem unterrichtet zu werden. 

Nebst der ganzen Ausbildung hatten wir diese Woche auch das erste Mal Ausgang in Thun. Wir gingen zuerst essen und dann noch in eine Bar auf ein, zwei Drinks. Zurück in Jassbach stand dann allerdings noch Arbeit an und ich kam erst um 2 ins Bett, aber gelohnt hat es sich trotzdem und wenig Schlaf gehört einfach dazu – es ist ja nicht für immer :)

Trotz dem Schlafmangel und teilweise Stress wegen kurzfristigen Änderungen macht es mir nach wie vor Spass und ich bereue die Entscheidung Milizarmee zu machen bisher nicht. 

Wachtmeister Vögeli freut sich jetzt aber erst einmal auf einen Aperol Spritz auf dem Balkon.