Vorbereiten auf die OS

Die letzte Woche in Jassbach ist vorüber und ab nächster Woche beginnt ein neues Kapitel in meinem Militärabenteuer. 

In der letzten Woche hatten die Offiziersaspiranten nichts mehr mit der Ausbildung der Rekruten zu tun, sondern wir wurden auf unsere nächste Aufgabe vorbereitet. Das hiess zuerst einmal ein Theorieblock, bevor wir dann für drei Nächte an einen anderen Standort verschoben sind.

An diesem neuen Standort haben wir sehr viel Zeit draussen verbracht und sehr viel neue Sachen gelernt. So haben wir gelernt, wie man in einem Trupp (das sind 4 Leute) verschiebt, wenn Gefahr droht und wer dort welche Aufgabe hat. Das gleiche haben wir dann noch für die Gruppe gelernt. Dabei haben wir auch gleich Gefechtszeichen geübt, denn wir durften währenddessen nur nonverbal kommunizieren. 

Weiter haben wir uns mit der Erteilung von Aufträgen beschäftigt. Diese sind sehr wichtig, aber man muss schon ein paar Mal üben, damit man möglichst effizient die wichtigsten Informationen gibt. Man muss aufpassen, dass man präzise ist und nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Informationen gibt. 

Dann haben wir auch noch Gefechtsformationen geübt und gelernt, wie man die Feuerüberlegenheit gewinnt und diese dann auch behält. Da ich dies noch nie gesehen hatte, war das für mich besonders spannend. Wir sind zwar keine Kampftruppe, aber gewisse Grundlagen bezüglich Gefechte müssen wir trotzdem haben. 

Am Donnerstag stand dann noch einmal ein Theorieblock auf dem Programm. Dort ging es vor allem um funktionsspezifische Themen. Ich bin zwar als Nachrichtesoldat eingeteilt, aber bin ja eigentlich nicht wirklich darauf ausgebildet. Deswegen konnte ich auch hier viel profitieren und sehr viel lernen. 

Zum Abschluss der Woche stand noch der Abschied von den Rekruten und den anderen Wachtmeistern sowie der Zugführerin an. Es fiel mir nicht ganz leicht, von den ganzen Leuten Abschied zu nehmen, aber ich weiss, dass ich einige bestimmt wieder sehen werde. Sei es in der nächsten RS oder auch sonst einmal bei einer anderen Gelegenheit. Dann mussten wir natürlich noch unser Material zurückgeben und am Mittag durften wir dann abtreten. 

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit in Jassbach vorbei gegangen ist. Von Ende Mai bis jetzt habe ich wieder einmal unglaublich viel gelernt, bin tollen neuen Menschen begegnet und darf jetzt ein neues Kapitel aufschlagen. Die nächste Zeit wird bestimmt hart, aber irgendwie freue ich mich auch auf diese neue Erfahrung. 

Wachtmeister Vögeli packt aber jetzt erst einmal ihre Sachen für die OS.