Die Gebirgswoche in Andermatt

 

Ein Drittel ist geschafft. Die fünfte Woche der OS haben wir nicht in Bülach verbracht, sondern in Andermatt. 

Die Gebirgswoche war sehr anstrengend und für mich persönlich eine ziemliche Herausforderung, da ich unter Höhenangst leide, jedoch war es auch spannend, einmal sich in einem anderen Gelände und in einer anderen Umgebung zu bewegen, aber von vorne. 

Da eine solche Verlegung natürlich auch logistisch eine etwas grössere Sache ist, mussten wir bereits am Sonntagmittag einrücken. Nach dem Verladen sind wir am Nachmittag nach Andermatt verschoben. Dort waren wir dann überrascht über die ziemlich kühleren Temperaturen in den Bergen. Glücklicherweise wurden wir am Montag mit wärmeren Kleidern ausgestattet, da es auf über 2000 Metern über Meer doch noch einmal kühler war. 

Am Montag blieben wir noch in Andermatt selber. Wir mussten, wie bereits erwähnt, diverses Material fassen, wie z.B. ein Klettergurt und diverse Seile. Dann wurden wir in Sachen Knotentechniken ausgebildet, plus haben wir gelernt uns in einer Halle abzuseilen. Dabei musste ich mich zum ersten Mal überwinden, aber es ging erstaunlich gut. 

Am Dienstag ging es dann das erste Mal hoch ins Gebirge. Jede Gruppe hatte einen Gebirgsspezialisten an der Seite, der uns führte. Er hat mich dabei super unterstützt, als mir nicht mehr so wohl war, weil es über Steine ziemlich steil nach oben, resp. nach unten ging. 

Zur Wochenmitte mussten wir dann die Route selber führen. Der Gebirgsspezialist war jedoch immer mit dabei und hat geschaut, dass alles gut geht. Auch hier musste ich mich ziemlich überwinden, aber am Schluss sind wir alle aus der Gruppe oben auf dem Gipfel angekommen. 

Die letzten beiden Tage standen dann im Zeichen einer Übung, welche wir im schwierigen Gelände absolvieren mussten. Dabei mussten wir auch taktisch einige Hindernisse überwinden. Dem Seil entlang auf den Hügel zu steigen, fand ich eher mässig lustig, aber auch das habe ich mit Hilfe der Gebirgsspezialisten hingekriegt und am Schluss waren wir oben. Am Standort hatten wir einerseits Ausbildung und andererseits haben wir auch noch auf 2400 Metern über Meer biwakiert. Am Morgen war dann alles gefroren, was nicht von Zeltblachen bedeckt war :)

Am Freitag stand dann noch der Abstieg sowie die Rückverschiebung nach Bülach auf dem Programm. Ich war froh, als wir wieder zurück waren. Die Woche war eine grosse Herausforderung und ich bin ziemlich an meine Grenzen gekommen. Aber ich habe es überstanden und das Wichtigste ist, dass es jetzt nicht mehr machen muss :)

Aspirantin Vögeli erholt sich jetzt erst einmal im Flachland von den diversen Strapazen.