Die Schiessverlegung

Mehr als die Hälfte ist geschafft. Woche 8 ist durch und überlebt. 

Die Woche war sehr anstrengend und als Highlight hatten wir zum Ende noch den 40km Marsch, aber von vorne. 

Diese Woche haben wir nicht in der Kaserne in Bülach verbracht, sondern wir waren in der Schiessverlegung. Dort haben wir gelernt, wie Feuer und Bewegung im scharfen Schuss funktioniert, wie man als Gruppenführer agiert, wie man Übungen vorbereitet und worauf man als Übungsleiter besonders achten muss und dann hatten wir auch noch Übungen auf Stufe Zug, wo jeweils jemand von uns der Zugführer war und entsprechend auf die verschiedenen Herausforderungen während des Gefechts reagieren musste. 

Das Ganze war sehr intensiv, aber auch sehr lehrreich. Es gibt viele Dinge, welche man beachten muss. Vor allem als Übungsleiter muss man sich auf sehr viele Sachen gleichzeitig konzentrieren und auch wenn man selber die Übung konzipiert, weiss man nie, was die Gruppenführer entscheiden und wo das Ganze hinführt. Daher muss man auf alles vorbereitet sein und stets die Augen offen haben. 

Eines der Highlights der Woche war sicherlich das Nachtschiessen. Hierbei haben wir das Gelernte einmal bei Dunkelheit angewendet. Die Trefferquote war dann doch etwas tiefer als tagsüber, aber mit der Leuchtspur Munition sieht es halt schon spektakulär aus :)

Zum Ende der Woche stand dann noch der 40 km Marsch auf dem Programm. Dass dies anstrengend würde, war mir von Anfang an bewusst. Jedoch kam noch erschwerend hinzu, dass es die ganze Nacht durchgeregnet hatte. Auf den ersten 30km ging es mir eigentlich ziemlich gut. Ich war ab mir selber etwas überrascht, wie gut ich mitkam. Jedoch muss ich auch zugeben, dass ich beim Hinauflaufen jeweils von einem Kameraden unterstützt wurde, welcher mich den Hang hinaufgeschoben hat. Das war schon sehr hilfreich und ich bin ihm wirklich sehr dankbar. Etwa ab Kilometer 30 hatte ich jedoch einen Einbruch. Plötzlich tat mir alles weh und ich wollte einfach nur noch zurück in die Kaserne. Alles war nass, es war kalt und es hat nicht mehr allzu viel Spass gemacht. Aber auch hier wurde ich super von zwei Kameraden unterstützt, die so nett waren und mir mit meinem Gepäck geholfen haben. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle vor allem an Kamerad Mettler, welcher eigentlich selber grosse Probleme hatte, aber mir trotz allem geholfen hat :) Als wir kurz vor 4 Uhr morgens endlich in der Kaserne waren, wollten wir nur noch ins Bett und uns nicht mehr bewegen. 

Am Samstagmorgen durften wir dann abtreten. Der Schulkommandant meinte zu uns, dass wir stolz auf unsere Leistung sein sollen, denn die Bedingungen waren wirklich nicht einfach. Aber wir haben als Klasse zusammengehalten und sind alle gemeinsam im Ziel angekommen und das war das Hauptziel dieses Marsches. 

Aspirantin Vögeli geht aber jetzt erst einmal weiterschlafen – ich melde mich dann in zwei Wochen wieder :)