Rückschläge

2/3 sind geschafft. Woche 10 verlief am Ende nicht ganz wie geplant. Aber beginnen wir von vorne.
 

Diese Woche hatten wir zum ersten Mal eine Übung auf Stufe Kompanie. Sprich unsere Systeme mussten mit denen der anderen Klassen zusammen funktionieren. Da ich von Richtstahl- und anderen Geräten nicht allzu viel Ahnung habe, war ich im Sicherungsteam eingeteilt. Die Übung dauerte drei Tage und wir hatten mit diversen Herausforderungen zu kämpfen. Die technische Aufgabenstellung war offenbar ziemlich anspruchsvoll und so hatten wir vor allem zu Beginn einige Verspätungen. Allerdings bekamen wir diese nach einiger Zeit in den Griff. Zweitens waren die Unterkunft der Truppe und der technische Standort nicht am gleichen Ort, so dass wir immer hin und her verschieben mussten und man dann auch immer daran denken musste, wann bin ich genau wo und was brauche ich dafür. Drittens kam dann noch das Wetter hinzu plus wurden beim technischen Standort noch Bäume gefällt, so dass wir unseren Beobachtungsposten nicht mehr dort haben konnten, wo wir ihn aufgebaut hatten. Unser Zugführer kam einige Male ins Schwitzen. Aber schlussendlich haben wir die Herausforderung gemeistert und wir kamen am Mittwoch ziemlich übermüdet zurück in die Kaserne. 

Am Abend hatten wir während des Ausgangs ein wenig Zeit, um uns zu erholen. Am Donnerstag mussten wir nämlich früh raus, da der 60km Marsch auf dem Programm stand. Vor 2 Wochen hatten wir ja bereits den 40km Marsch absolviert. Für mich war klar, wenn ich den 40er schaffe, dann geht auch der 60er. Leider hat das mein Körper ein wenig anders gesehen. Aufgrund sehr starker Hüftschmerzen musste ich nach etwas über 40km aufgeben und wurde danach direkt in die Krankenabteilung gefahren. Dort verbrachte ich dann auch eine Nacht, bevor ich am Freitagmorgen mit Krücken entlassen wurde. Ich bin natürlich extrem enttäuscht, dass ich nicht fertig laufen konnte, denn die Konsequenzen sind nun, dass ich den 100km Marsch nicht werde machen können. Dies kratzt schon ziemlich heftig an meinem Ego, denn es gehört schon zur OS dazu, den 100er zu machen. Derzeit bin ich damit beschäftigt, mich damit abzufinden und weiter nach vorne zu schauen. Während ich diese Zeilen schreibe, ist Sonntag und meine Hüfte schmerzt noch immer, aber die Enttäuschung über diesen Rückschlag ist dennoch grösser.

Nun gilt es, die nächsten 5 Wochen noch in Angriff zu nehmen und diese so gut wie möglich abzuschliessen. 

Aspirantin Vögeli schaut jetzt erst einmal eine Serie im Bett.