Meine erste Nachtübung


Die zweite Woche der UOS ist überstanden und ja sie war definitiv strenger als der Einstieg, aber das wusste ich ja bereits vorher. 

Begonnen hat die Woche mit der Vorstellungsrunde der Klasse und viel Theorie. Als künftige Kader muss man natürlich auch einiges über Führung lernen. Auch wenn ich bereits im Studium einiges über Führung gelernt habe, lerne ich auch hier immer wieder Neues dazu. 

Nach der vielen Theorie ging es am Dienstagabend auf die erste Nachtübung. Bisher hatte ich so etwas noch nie gemacht, aber es war eine gute Erfahrung. Und es wird definitiv nicht meine letzte Nachtübung sein. Wir mussten an einen anderen Ort verschieben und dort ging es darum, das Gelände zu sichern und die Verpflegung sicherzustellen. Schlafen konnten wir glücklicherweise in Hütten, aber natürlich im Schlafsack auf dem Boden. Ich würde einmal sagen, bequem ist anders aber es ging. Da ich eh Mitten in der Nacht noch auf die Wache musste, habe ich eh nicht wirklich viel Schlaf erhalten. Herausfordernd war daher vor allem der nächste Tag, da man trotz der Müdigkeit konzentriert bleiben muss. Aber es ging tagsüber erstaunlich gut; allerdings bin ich dann am Abend komplett erschöpft ins Bett gefallen. 

Weiter standen zwei Schiesstage auf dem Programm, in denen wir zu Schiessleitern ausgebildet wurden. Auch hier konnte ich viel lernen und mitnehmen. Ich bin bereits gespannt auf den 300 Meter Stand nächste Woche, da ich bis jetzt erst in der KD-Box geschossen habe. 

Zudem wurden wir noch in Zwangsmitteln ausgebildet und darin, wie man Wachkommandant ist. Auch Wache halten ist Neuland für mich, aber meine Kameraden unterstützen mich super beim Lernen und ich denke, das kommt dann schon gut. 

Derzeit bin ich immer noch etwas dran, mich zurecht zu finden, da es doch in gewissen Bereichen anders läuft als ich mir das bisher gewohnt war, aber man wächst an Herausforderungen. Die Hälfte der UOS habe ich bereits geschafft und ich werde auch die nächsten zwei Wochen noch überstehen :) Ich bin sicher, dass mich meine Kameraden auch in den nächsten zwei Wochen super unterstützen und mir meine vielen Fragen mit Geduld beantworten werden. 

Soldat Vögeli freut sich jetzt aber erst einmal auf das traditionelle Pfingstfest mit ihrer Familie.